Mit 22 heiratete ich die 70-jährige Witwe des reichsten Arabers des Landes, um der Armut zu entkommen. Ich war überzeugt, dass ich es nur ein paar Jahre an ihrer Seite aushalten müsste – und danach ein reicher Mann wäre. Doch schon in unserer Hochzeitsnacht tat sie etwas, das mir auf schmerzhafte Weise die Augen öffnete.
Mit 22 heiratete ich die 70-jährige Witwe des reichsten Arabers des Landes, um der Armut zu entkommen. Ich war überzeugt, dass ich es nur ein paar Jahre an ihrer Seite aushalten müsste – und danach ein reicher Mann wäre. Doch schon in unserer Hochzeitsnacht tat sie etwas, das mir auf schmerzhafte Weise die Augen öffnete.
TEIL 1
Ich heiße Daniel. Mit zweiundzwanzig besaß ich praktisch nichts.
Nach dem Tod meines Vaters waren uns gewaltige Schulden geblieben. Meine Mutter lebte in einer kleinen Wohnung, und ich selbst arbeitete gleichzeitig in zwei Jobs. Trotzdem reichte das Geld kaum, um sämtliche Rechnungen zu bezahlen.
Genau in dieser Zeit lernte ich Margaret kennen.
Sie war siebzig Jahre alt. Doch trotz ihres Alters wirkte sie immer beeindruckend: teure Kleider, riesige Schmuckstücke, ein persönlicher Chauffeur und mehrere Leibwächter, die sie ständig begleiteten.
Einige Jahre zuvor war ihr Mann gestorben – einer der reichsten arabischen Unternehmer des Landes – und hatte ihr ein gigantisches Vermögen hinterlassen.
Margaret besaß Villen in verschiedenen Ländern, Dutzende Autos, Unternehmen und Bankkonten mit Summen, die ich mir damals nicht einmal vorstellen konnte.
Wir begegneten uns in einem Luxushotel, in dem ich an der Rezeption arbeitete.
Anfangs unterhielt sie sich einfach nur mit mir. Dann kam sie immer häufiger ins Hotel, und eines Tages lud sie mich zum Abendessen ein.
Einige Wochen später stellte Margaret mir plötzlich eine Frage:
„Daniel, könntest du dir vorstellen, eine Frau zu heiraten, die sehr viel älter ist als du?“
Zuerst lachte ich, weil ich glaubte, sie mache einen Scherz.
Doch Margaret sah mich vollkommen ernst an.
Ich wusste genau, dass ich sie nicht liebte.
Ich unterhielt mich gern mit ihr. Sie war intelligent, interessant und hatte eine faszinierende Art. Aber zwischen uns lagen fast fünfzig Jahre Altersunterschied.
Und dann dachte ich an das Geld.
Ich war zweiundzwanzig.
Sie war siebzig.
Ich redete mir ein, dass ich es ein paar Jahre lang aushalten könnte.
Und danach müsste ich mir nie wieder Sorgen um Schulden machen. Nie wieder von morgens bis abends arbeiten, nur um irgendwie über die Runden zu kommen.
Einige Tage später sagte ich Ja.
Margaret war überglücklich und begann sofort mit den Vorbereitungen für die Hochzeit.
Wenige Tage vor der Zeremonie legte ihr Anwalt mir einen Ehevertrag vor.
„Ich rate Ihnen dringend, jede einzelne Klausel aufmerksam zu lesen“, warnte er mich.
Das Dokument war riesig.
Dutzende Seiten voller Kleingedrucktem und juristischer Begriffe, von denen ich nicht einmal die Hälfte verstand.
Ich blätterte schnell durch mehrere Seiten und stellte nur eine einzige Frage:
„Wenn meine Frau stirbt, werde ich dann etwas erben?“
Der Anwalt sah zu Margaret.
Sie lächelte.
„Natürlich. Mein Ehemann wird nicht ohne Absicherung dastehen.“
Diese Antwort reichte mir.
Ich unterschrieb.
Die Hochzeit war so luxuriös, dass ich mich fühlte, als wäre ich in einem Film gelandet.
In dem gewaltigen Festsaal versammelten sich Unternehmer, Politiker und Verwandte von Margarets verstorbenem Ehemann.
Ich bemerkte, wie einige Gäste mich ansahen und hinter vorgehaltener Hand grinsten.
Jeder wusste genau, warum ein junger Mann eine siebzigjährige Millionärin geheiratet hatte.
Aber das war mir egal.
Ich dachte nur an meine Zukunft.
Am Abend fuhren wir zu ihrer Villa.
Als sich die Türen des Schlafzimmers hinter uns schlossen, wurde ich plötzlich nervös.
Margaret nahm langsam ihren Schmuck ab, setzte sich ganz ruhig in einen Sessel und sah mich an.
Doch dann …
begann der wahre Albtraum.
TEIL 2
Plötzlich sagte sie:
„Daniel, ich weiß ganz genau, warum du mich geheiratet hast.“
Mir gefror das Blut in den Adern.
„Wovon redest du?“
Sie lächelte spöttisch.
„Tu nicht so. Du willst mein Geld.“
Ich schwieg.
Margaret öffnete eine Schublade neben dem Bett und zog eine Kopie unseres Ehevertrags heraus.
„Es gibt allerdings ein kleines Problem.“
Sie sah mir direkt in die Augen.
„Du wirst keinen einzigen Cent bekommen.“
Ich glaubte zunächst, sie wolle mir nur Angst machen.
„Aber dein Anwalt hat doch gesagt …“
TEIL 3
„Er hat überhaupt nichts dergleichen gesagt“, unterbrach sie mich.
„Du hast gefragt, ob du nach meinem Tod ohne Absicherung dastehen würdest. Ich habe gesagt, dass das nicht der Fall sein wird. Aber über irgendeine konkrete Summe haben wir nie gesprochen.“
Sie schlug den Vertrag an der entsprechenden Stelle auf.
Nach ihrem Tod sollte fast ihr gesamtes Vermögen an eine wohltätige Stiftung gehen, die ihr verstorbener Ehemann gegründet hatte.
Mir selbst stand lediglich ein kleiner monatlicher Betrag zu.
Meine Hände begannen zu zittern.
„Dann lasse ich mich eben scheiden.“
Margaret brach plötzlich in Gelächter aus.
„Jetzt wird es erst richtig interessant.“
Sie blätterte einige Seiten weiter und zeigte mir eine weitere Klausel.
Falls ich die Ehe aus eigenem Entschluss beenden würde, ohne einen nachweisbaren schwerwiegenden Grund dafür zu haben, musste ich ihr eine Entschädigung zahlen.
Ich starrte auf die Zahl.
Dann las ich sie noch einmal.
Und noch einmal.
Fünf Millionen Dollar.
„Das ist unmöglich.“
Margaret lehnte sich ruhig zurück.
„Du hast den Vertrag selbst unterschrieben, Daniel.“
Mir wurde schlagartig schlecht.
In diesem Moment begriff ich, dass ich in eine Falle gegangen war.
Ich hatte Margaret wegen eines Vermögens geheiratet, das ich niemals bekommen würde.
Und jetzt konnte ich nicht einmal einfach davonlaufen.
Die folgenden Monate wurden für mich zu einem Albtraum.